Abstimmung vom 21. Mai 2017


Hauptversammlung GRÜNE St.Gallen
Parolenfassung: Klares Ja zur Energiestrategie 2050

 

An ihrer Hauptversammlung am vergangenen Samstag sagten die 39 anwesenden Mitglieder der GRÜNEN Kantonalpartei St.Gallen bei einer Enthaltung klar JA zur Energiestrategie 2050. 
 
Die Schweizer Atomkraftwerke werden in den nächsten Jahren schrittweise vom Netz gehen, geplant oder altersbedingt durch immer häufigere Ausfälle. Zu kompensieren sind diese Ausfälle durch drei Varianten:

1.     Durch untätiges Warten und damit den Stromimport
2.     Durch den Bau neuer Atomanlagen
3.     Durch mehr Stromeffizienz und damit einen schrittweisen Umbau der Stromversorgung

Varianten 1 und 2 sind für die GRÜNEN unverantwortbar und keine Alternativen zur Energiestrategie 2050.
 
Die drei Kernziele der Strategie umfassen die Senkung des Energieverbrauchs, die Erhöhung der Energieeffizienz und die Förderung erneuerbarer Energien.

Die beste Strategie ist es, Energie erst gar nicht zu verbrauchen. Grosses Potential zur Energieeinsparung gibt es bei den Gebäuden, die 40% des Energieverbrauchs ausmachen. Durch die Energiestrategie 2050 werden Anreize zur energetischen Sanierung von Gebäuden geschaffen. Durch Effizienzsteigerung sollte der Verbrauch bei Elektrogeräten gesenkt werden. Die Reduktionsziele, die für den Strom- und Energieverbrauch festgelegt wurden sind realistisch und der aktuelle Trend zeigt, dass wir auf gutem Weg sind diese zu erreichen.

Bei der Energiewende muss endlich vorwärts gemacht werden. Auch wenn wir einen befristeten Atomausstieg bevorzugt hätten, ist die Energiestrategie 2050 unserer der Schritt in die richtige Richtung. Wenn wir weiterhin auf Atomkraft oder fossile Treibstoffe setzen bleiben wir längerfristig auf der Strecke. Atomkraft ist nicht mehr rentabel und die Entsorgung ist bis heute noch nicht gelöst. Gleichzeit werden Solaranlagen immer billiger. Durch das Ablösen von der Atomenergie und den fossilen Brennstoffen werden wir unabhängiger vom Ausland. Pro Jahr importiert die Schweiz Energiequellen im Wert von rund 10 Milliarden Franken. Es ist sinnvoller, in einheimische erneuerbare Energien zu investieren, als Geld für den Importe aus instabilen Regionen der Welt auszugeben. So generiert die Wasserkraft bereits seit Jahren eine hohe Wertschöpfung im Inland.

Die Energiestrategie steht auch im Einklang mit der Umwelt. Beispielsweise werden Kleinstwasserkraftprojekte nicht mehr staatlich gefördert. Dies verhindert, dass kleine Fliessgewässer zugebaut werden. Zudem enthält die Energiestrategie Vorgaben, die den CO2-Ausstoss von Neuwagen reduzieren sollen.  

Die Energiestrategie führt uns längerfristig in eine moderne und sichere Energieversorgung. Deswegen Befürworten wir die Energiestrategie 2050.